Der Sommer
Tipps von Ihrer Tierarztpraxis für Tiere im Sommer
Wenn die heiße Jahreszeit bevorsteht... Was für uns Freibadsaison und Eis
schlecken erwarten lässt, kann für unsere Haustiere Stress, Leiden, Hitzschlag
und Lebensgefahr bedeuten!
Damit auch für Ihr Tier der Sommer erträglich wird, hier einige Ratschläge für Tierhalter
■ Auto als Backofen: Niemals ein Tier im geparkten Auto zurücklassen!
Schon ab 20°C Außentemperatur droht der Tod, denn dann heizt sich das Auto schnell auf über 50°C auf.
Sogar Temperaturen über 70°C sind bei praller Sonne auf das Autodach keine Seltenheit!
Da nützen auch eine Schale Wasser oder ein offener, kleiner Fensterspalt wenig.
■ Schatten: Käfige und Freigehege so stellen, dass die Tiere über den ganzen Tag immer auch einen Schattenplatz
zur Verfügung haben. "Schlafhäuschen" bieten keinen Schutz, denn sie heizen sich auf!
■ Aktivität: Spaziergänge und Auslauf lieber auf die Morgen- und Abendstunden verlegen.
■ Wasser: Der ständig frisch gefüllte Wassernapf ist überlebenswichtig und sollte mehrmals täglich kontrolliert und
aufgefüllt und dabei auch mindestens einmal pro Tag gereinigt werden. Im warmen Wasser können sich Keime
schnell vermehren und stellen eine zusätzliche Gefahr dar.
■ Futter: Futterreste direkt nach dem Fressen entfernen, da sie schnell verderben und Erkrankungen
hervorrufen können.
■ Fell: Viele Tiere haben ein dichtes Fell, das sie vor Kälte gut schützt. Im Sommer kann dieses Fell hinderlich werden,
denn es blockiert die Wärmeabgabe. Im Gegensatz zum Menschen können viele Tiere nicht oder nicht so ausgeprägt
schwitzen. Hunde hecheln, Katzen und Kaninchen lecken sich das Fell nass. Vögel sperren den Schnabel auf.
All diese Aktivitäten erfordern viel Wasser!
■ Scheren: Langhaarige Hunde bei Bedarf scheren.
■ Kämmen, Maden: Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen häufiger kämmen und auf Fliegenmaden kontrollieren,
denn Fliegen legen in zotteligem Fell gerne ihre Eier ab. Nach wenigen Stunden schlüpfen die Maden und können die
Tierhaut großflächig zerstören.
ACHTUNG HITZSCHLAG: Notfall - schnelles Handeln geboten!
Anzeichen beim Hund sind starkes Hecheln, weit herausgestreckte Zunge, Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder Krämpfe bis hin zur Bewusstlosigkeit.
Das Tier sofort in den Schatten bringen und Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen:
Dem Tier langsam erst die Beine, dann den Körper mit feuchten Tüchern oder Decken kühlen; nur einem Tier bei Bewusstsein Wasser anbieten.
Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss.
Dann ab zur Tierarztpraxis, denn es besteht Lebensgefahr!
Infusionen und Notfallmedizin können nötig sein, auch wenn das Tier sich leicht unter Ihren Erste-Hilfe-Maßnahmen erholt. Vorher in der Praxis anrufen, damit alles vorbereitet werden kann und keine wertvolle Zeit verloren geht.
Beobachten Sie einen Hund in einer Notsituation im Auto, zögern Sie nicht, zur
Not auch die Polizei zu rufen!
Siehe auch www.bundestieraerztekammer.de
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